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Interview mit Cédric Burgat

Wahrscheinlich sei er in einem Alter, in dem sich diese Fra­ge zunehmend stel­le, sagt Cédric Burgat, 53. Mögli­cherweise sei er auch durch seinen Beruf als Krankenpfleger in ei­ner gerontopsychiatrischen Einrichtung darauf sensibili­siert: «Ich sehe immer wieder, wie sich demente Menschen quälen, weil sie kein Testa­ment gemacht haben.» Dem wollte Burgat vor­beugen. Er hat sein Testament verfasst: Ein Drittel seines Vermögens wird er seiner Partnerin vererben, ein Drit­tel seiner Familie und ein weiteres Drittel dem WWF.

«Es beruhigt mich, dass ich mich entschieden habe», sagt Cédric Burgat, nachdem er den WWF in seinem Testament begünstigt hat.

Eine Entscheidung, die Sicherheit gibt

«Es beruhigt mich, dass ich mich entschieden habe», sagt der im Wallis wohnhafte Neuenburger. «Es gibt auch meiner Partnerin eine gewisse Sicherheit, gerade weil wir nicht verheiratet sind.» Cédric Burgat ist eine von zahlreichen Personen, die jedes Jahr den WWF zu Lebzeiten in ihrem Testament einsetzen. «Dazu kommen jährlich diverse Legate und Erbschaften, von denen der WWF erst nach dem Ableben der Testamentspender erfährt», erklärt Ulrike Gminder, Verantwortliche Erbschaften beim WWF Schweiz. Viele Testatoren seien wie Burgat kinderlos und zwischen 50 und 60 Jahre alt. «Bis es zur Eröffnung des Nachlasses kommt, dauert es aber glücklicherweise oft noch Jahrzehnte.» Burgats testamentarische Regelung ist zwar einfach, aber wohlüberlegt: «Ich möchte all denen, mit denen ich lebe, etwas zurück geben.» Das sei, neben seiner Partnerin und der Familie, die Natur. Er sei sich bewusst, wie stark er von natürlichen Ressourcen abhänge. «Die Natur könnte sehr gut ohne den Menschen existieren. Aber der Mensch niemals ohne die Natur.» Darum hat sich Cédric Burgat entschieden, ein Drittel seines Vermögens an den WWF zu vermachen.

«Die Natur könnte sehr gut ohne den Menschen existieren. Aber der Mensch niemals ohne Natur». Darum hat sich Cédric Burgat entschieden, einen Drittel seines Vermögens an den WWF zu vermachen.

Der WWF: Ein vertrauenswürdiger Erbe

Dabei findet Burgat, er sei «nicht allzu öko», sondern eher «Schweizer Durchschnitt». Zwar achtet er auf bewussten Konsum, aber er besitzt ein Auto und fliegt auch gerne ab und zu in die Ferien. Dennoch sei ihm die Natur sehr wichtig. «Ich mag Steine, Bäume, aber auch Landschaften, selbst wenn sie vom Menschen geprägt sind – wie etwa die Walliser Wein­berge.» Deshalb ist der WWF für ihn ein valabler Erbe: «Mir ge­fällt die konstruktive Art, mit der die Organisation Lösungen sucht, die der Natur und den Menschen etwas bringen», so Burgat. Er finde es positiv, dass der WWF Entwicklungsarbeit leiste, um natürliche Ressour­cen zu erhalten. Manche Nachlassgeber möchten, dass ihr Geld für eine bestimmte Region einge­setzt werden soll. Nicht so Cédric Burgat. Er vertraut dem WWF. «Für mich ist das Wichtigste, dass ich eine Wahl getroffen habe.»

 

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